YOIS beim Kongress "Wahlrecht ab Geburt"
(Berlin 2006)
- in Bearbeitung -
Wie schon im Begrüßungsstatement des Papstes klar wurde, war der Weltjugendtag keine Veranstaltung um die großen Probleme der Welt zusammen anzugehen, sondern um Glauben in Gemeinschaft zu erleben. Doch gab es auch Gruppen, die sich nicht mit reiner Anbetung zufrieden gaben: Junge Katholiken die „Condoms prevent HIV / AIDS“ Sticker verteilten um gegen das Verbot des Papstes zu demonstrieren waren ein gesellschaftspolitischer Lichtblick. Auch das Global Village mit einem Stand des Jugendbündnisses Zukunftsenergie waren positive Erscheinungen, wenn man auf der Suche nach „irdischen“ Ideen für die Probleme der Zukunft war. Besonders erfreulich war das starke politische Interesse am „Village“, das Politiker fast aller Partein, wie auch zum Beispiel Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten J. Rüttgers zu einer Rede ins Global Village führte. Dies könnte ein Grund für Hoffnung auf eine Offenheit gegenüber dem Einsatz regenerativer Energie sein, doch ist immer noch auf Taten und nicht nur schöne Worte zu warten.
Insgesamt war aber doch zu sehen, dass die Mehrheit der Weltjugendtags-Besucher nicht als Weltverbesserer, sondern als reine Pilger gekommen waren, die kein besonderes Interesse an Gesellschafts- / Weltpolitik sondern an spiritueller Erleuchtung hatten. Bei einem Event dieser Größe und der unglaublichen Internationalität kann man es als eine verpasste Chance sehen, im interkulturellen Austausch nicht auch auf die drängendsten globalen Probleme mehr eingegangen zu sein. Bedenkt man jedoch das Motto, wurde nur das erfüllt, was auf der Verpackung stand: „ ...sind gekommen IHN(Ratze?) anzubeten“